Grundlagen der Materia-Methode - Entwicklung

Entwicklung

Die innovative Methode wird seit 1982 vermittelt und dabei in Seniorenheimen, Einrichtungen der physikalischen Therapie, Sportstudios und Sportvereinen, im Bundesleistungszentrum sowie zunehmend in privat organisiert Gruppen umgesetzt. Es gibt zurzeit mindestens 70.000 Trainingsprotokolle als Nachweis für die Objektivität, Rehabilität und Validität der Trainingsmethode.

Didaktisch wird die Methode seit 1989 am Institut für Sportmedizin in Damp 2000 an Physiotherapeuten, Sportlehrer und Mediziner weitergegeben, ferner beim Landessportbund Niedersachsen, an der staatlichen Lehranstalt für Physiotherapie Ross in Hannover, im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden sowie im Auftrage einiger Krankenkassen (AOK, DAK) auf Landesebene.

Die Materia-Methode ist nicht tabellarisch orientiert. Nach und nach wurde selbst die sehr kritische medizinische Fachwelt von der Genauigkeit, Zuverlässigkeit und der wissenschaftlichen Gültigkeit überzeugt. Das Training ist ganzheitlich, da es als Ganzkörper-Training unter Einbezug gruppendynamischer Aspekte konzipiert ist. Im Vordergrund steht die Herz-Kreislauf-Versorgung, wobei die anfängliche Bewegungsenergie ohne muskuläres Sauerstoffdefizit (d.h. mit einer Belastungsdauer von 6-8 Sek. je Übung) umgesetzt wird. Die Dauer des Trainings ist zu Beginn ebenfalls eingeschränkt, angestrebt wird jedoch eine Dauer von 12 Minuten. Dabei werden die Blutgefäße durch das beschriebene Training von der Restriktion in Dilatation versetzt, um eine gleichbleibende Herzfrequenz zu gewährleisten. So wird die Laktatmenge aus dem anaeroben Energieabbau auf ihrem minimalen Niveau gehalten und die nach dem Training erforderliche Erholungszeit reduziert.

14 Jahre praktischer Umsetzung haben bestätigt, dass ein zweimaliges wöchentliches Training à 15 Minuten (12 Minuten aktiv, 3 Minuten passive Pause) langfristig durchgehalten wird, da der Umfang gering und die Anwendung überall möglich ist. Das Besondere ist, dass selbst nach einer "Zwangspause" nicht die Erinnerung an frühere Leistungen über das "neue" Trainingspensum entscheidet, sondern nach wie vor der Ist-Zustand genau ermittelt und zugrunde gelegt wird. So werden eine Überforderung und die damit verbundene Verletzungsgefahr vermieden.

Die Teilnehmer bleiben der Materia-Methode über Jahre hinweg treu und verbinden sie mit allen möglichen Sportarten. Ferner lässt sich das Programm auf die Fettreduktion, Kraft-Ausdauer, Erhöhung des Muskelquerschnitts sowie ein Krafttraining erweitern. Im Vordergrund steht der präventive Gedanke. Um dieses zu gewährleisten, muss jegliches dahingehend orientiertes Trainingskonzept hinsichtlich der Belastung, Dauer und Häufigkeit eindeutig gestaltet sein. Es ist einleuchtend, dass tänzerische oder kämpferische Sportarten die hierzu erforderliche Individualisierung nicht zulassen. Die Materia-Methode dagegen und die damit verbundene Steuerung sind eindeutig und nachvollziehbar.